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Datenschutz im Internet

Nicht erst seit den letzten Enthüllungen über die Ausspähungen durch Geheimdienste wissen wir, dass die Vertraulichkeit im Internet ohne eigene Schutzmaßnahmen nicht gewährleistet ist. Sowohl Unternehmen als auch Privatleute müssen Risiken abwägen und sich informieren, wie sie die Internet-Nutzung sicherher gestalten können. Unter dem Begriff “Selbstdatenschutz” fasst man all die Maßnahmen zusammen, die  interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst ergreifen können, um das Risiko zu minimieren, dass unerwünscht Nutzungsprofile erstellt oder ihre Daten ausgespäht werden können. Selbst wenn nicht jede Maßnahme 100%ige Sicherheit verspricht: Der Sand im Getriebe der Lauscher ist die kleine Mühe wert.

Weltweit sind fast 1,5 Milliarden Menschen, allein in Deutschland ca. 28 Millionen NutzerInnen. Facebook ist ein Mitspieler im Internet, an dem vorbeizukommen schwer ist. Viele Organisationen, auch diejenigen, die Facebook eigentlich kritisch gegenüber stehen, nutzen es trotzdem, um mit den Menschen in Kontakt zu treten. Und um gefunden zu werden.
Die Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD) verweigert sich diesem Trend!
Wir stehen nicht allein mit unserer Verweigerungshaltung da. Falls Sie mit Ihrer Organisation sich auch die Frage stellen, ob Sie Facebook nutzen müssen oder überhaupt dürfen, hier ein Lesetipp:
Digitalcourage hat eine gute Seite veröffentlicht, auf der die Für und Wieder einer Präsenz bei Facebook dargestellt werden und auf der auch Handlungsempfehlungen gegeben werden, falls die Entscheidung “Für Facebook” ausgefallen ist. Hier geht es zur Seite Facebook, eine Grundsatzentscheidung.

 

Viele Anwendungen und Werkzeuge, die üblicherweise im Internet eingesetzt werden, stehen unter Überwachung durch die Hersteller oder durch Geheimdienste. prism-break.org [ext.] versucht, jeweils quelloffene bzw. dezentrale Alternativen aufzuzeigen.

Ohne Suchmaschinen ist eine Nutzung des Internets nicht denkbar. Aber man muss nicht die bekannten Datenkraken bemühen, um Informationen zu suchen. Es gibt auch Alternativen, die Ihre Suche und IP-Adresse nicht speichern und keine Profile erstellen, wie z.B.:

Wenn Messenger genutzt werden sollen, dann nur solche, die eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten, wie:

Nach erfolgter Anmeldung ist es bei vielen Diensten und Seiten im Internet durchaus nicht einfach, diese Profile wieder zu löschen. Die Webseite justdelete.me gibt Informationen darüber, ob es überhaupt möglich ist und versucht Anleitungen und Hilfestellungen zu geben:

Hier ein Artikel zu sinnvollen Tools zum Selbstdatenschutz von Karin Schuler, DVD-Vorsitzende, in der Zeitschrift FIfF-Kommunikation 1/2014:

Und wer sich einen Überblick verschaffen will, wie die gesammelten Datenmassen verwendet werden können, findet in einer Broschüre und einem informativen Film der Landesmedienanstalt NRW erste Antworten zu “Big Data”:

Wer Antworten auf die Fragen “What does ‘Big Data’ have to do with privacy? How does law enforcement intercept my phone calls? How does internet monitoring work? What do you mean by ‘mass surveillance’?” wird auf der englischsprachigen Seite fündig:

© Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V.

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