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DANA 1/2026: Biometrie

Titelbild der DANA-Ausgabe 1/2026, Schwerpunktthema "Biometrie", zu sehen ist ein humanoider, stahlfarbener Roboter, der ein hellblau leuchtendes menschliches Gehirn in der rechten Hand hält. Diese hellblaue Farbe strahlt auch in den Augen des Roboters

Die Ausgabe 1/2026 der Datenschutz-Nachrichten (DANA), die von der Deutschen Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD) herausgegeben werden, ist jetzt verfügbar. Der Themenschwerpunkt des Heftes ist „Biometrie“.

Das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Editorial:

In dieser Ausgabe der DANA beschäftigen wir uns vornehmlich mit dem Thema Biometrie. Damit wird die automatisierte Erfassung und Auswertung einzigartiger, körperlicher oder verhaltensbezogener Merkmale von Personen bezeichnet, mit der diese eindeutig identifiziert werden können. Ob physische Merkmale wie Fingerabdrücke, Gesichtsstrukturen und Iris- oder Netzhautmuster oder verhaltensbezogene Merkmale wie Stimmlagen oder Tipp- und Gangmuster – die Entwicklung in diesem Bereich hat rasant zugenommen.2025 hat die EU das Entry-/Exit-Sytem (EES) eingeführt, um die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen zu erfassen. Das erspart den Grenzbehörden das Passstempeln. Auch die USA weiten den Einsatz von Gesichtserkennung und weiteren Biomerkmalen an Grenzen aus, einschließlich bei Ein- und Ausreise nicht-US-amerikanischer Staatsbürger. Mobile Endgeräte nutzen schon länger Gesichtserkennung und Fingerabdrucksensoren zur Nutzerverifikation (z. B. Smartphones, Tablets). Diese Nutzung bis hin zur Zahlungsabwicklung hat sich in den letzten Jahren noch weiter verbreitet. In der biometrischen Forschung und Industrie kommen KI-Modelle verstärkt zum Einsatz – zur Verbesserung der Erkennungsgenauigkeit, zur Reduzierung von Fehlerraten und zur Fusion verschiedener biometrischer Merkmale (z. B. Kombination aus Gesicht und Fingerabdruck).

Karsten Schulz zeigt auf, was in der Biometrie mit und ohne den Einsatz Künstlicher Intelligenz technisch möglich ist. Hans-Dieter Neumann berichtet von einem Test mit ChatGPT bei einer konkreten juristischen Anwendung und aus einer Anwaltskanzlei bekommen wir die Grenzen der Verarbeitung biometrischer Daten mittels KI aufgezeigt. Melanie Schreiber und Max Köhn von Wedelstedt vermitteln kompakt, was gemäß DSGVO und KI-Verordnung erlaubt und was verboten ist. Thilo Weichert betrach- tet u. a. diese Entwicklung von Seiten der geplanten EU-Gesetzgebung und mahnt in diesem Zusammenhang vor dem Abbau des Datenschutzes und somit der Rechte und Freiheiten betroffener Personen.

Wie in jeder ersten Ausgabe eines Jahres findet sich in dieser DANA das Jahresregister des Vorjahres. Außerdem berichten wir wie immer über unsere Beteiligungen an Kampagnen (offenen Briefen) sowie über unsere Pressemitteilungen, ergänzt um Nachrichten aus dem In- und Ausland sowie Rechtsprechung und Buchbesprechungen. Wir wünschen eine anregende Lektüre.